Wo die Hüllen fielen und die Frauen Mordgedanken hegten - Prinz Karsten I. beim VKK

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03
02.2026

Wo die Hüllen fielen und die Frauen Mordgedanken hegten - Prinz Karsten I. beim VKK

Olfen-Vinnum. Der VKK eröffnete die 5. Jahreszeit. Tänze mit akrobatischen Einlagen, Gesangsbeiträge mit Tiefsinn, Büttenreden mit politischen Spitzen, ein Pfarrer, der spontan auf der Bühne tanzt und das Männerballett, das seine Hüllen fallen ließ sorgten für sehr viel Applaus und Jubel. Ein Abend, der alle Stimmungsbarometer sprengte.

Hübsche Mädchen, starke Muskeln und spitze Zungen gaben diesem Abend die richtige Würze.

VKK-Präsident Christoph Beckmann blickte von seinem Podest auf einen Saal mit bunt kostümierten, feierwilligen und gut gelaunten Gästen. Für ihn gab es in seinem 11. Jahr als Präsident des Vinnumer Karnevals Komitees die Ehrennadel des Vereins. Es war die erste in dieser Form überhaupt. Max Beckmann hielt zuvor als „DJ außer Dienst“ die Laudatio. Prinz Karsten I. Lau steckte sie ihm höchstpersönlich an.

Wunderschöne Kittfunken in orangefarbenen Kostümen und pinkem Federkranz zauberten mit ihren Sambarhythmen brasilianisches Flair auf die Bühne. Die Steversterne präsentierten sich als charmante Polizeitruppe mit Flugakrobatik. Mit vielen Jubelrufen und noch mehr Applaus wurden die Tänzerinnen gefeiert. An einer Zugabe kamen sie nicht vorbei. Zum ersten Mal traten auf der Vinnumer Bühne die Tetekumer Funken auf.

Glanz und Gloria brachten Prinz Karsten I., Johann Felix und die Kitt-Delegation auf die Bühne. Einen besonderen Augenschmaus bildeten Funkenmariechen Hannah und Tanzmajor Olli Preuß mit ihrem Tanz. Schnelle Schrittfolgen, Radschläge, Hebefiguren und synchrone Tanzbewegungen begeisterten die Gäste.

In ihrer Prinzenloge verfolgten das Dreigestirn und seine Begleiter das bunte Programm. Bei reichlich Gerstensaft genossen sie den Abend und die schönen Beiträge, die vor allem Vinnumer Mitbürger präsentierten.  

Bevor Michael Asemann in die Bütt stieg, parkte er vor der Bühne seinen Trecker tadellos ein. Als „Heinz aus Vinnum“ hatte er zur lokalen Politik und zur Haushaltslage und Umwelt seine Meinung. Er schlug vor, Windräder auf den Flutlichtmasten von Westfalia Vinnum zu installieren. Horst Schlämmer hatte es auch wieder nach Vinnum geschafft, nachdem er sich letztes Jahr als Bürgermeisterkandidat zur Wahl stellte. Er führte die vielen Baustellen auf, die für ihn langsam überhand nehmen. „Die Stadt besteht zur Hälfte aus Flatterband“, bemängelte er, in dessen Rolle Hendrik Ostrop steckt. Um mehr Menschen wieder in die Kirche zu locken schlug er vor, dort eine gemischte Sauna mit Weihwasseraufguss einzurichten. Als Reinhard Ahmann und Wilhelm Sendermann diskutierten Johannes Leushacke und Daniel Brüning den Dorfentwicklungsplan für Vinnum und kamen auf die spannendsten Ideen. Die Hauptstraße solle mit Luxusgeschäften ausgestattet werden, wie auf der Düsseldorfer Kö. Der Dorfladen wird zu einem KaDeWe ausgebaut, aber nur mit lokalen Erzeugnissen. Doch kamen sie von ihrem Höhenwahn am Ende wieder herunter und befanden: „Vinnum ist perfekt, ein echter Glücksort“.

Mit Kermit, Miss Piggy, dem schwedischen Koch und anderen Figuren ließen die „Eierlikörpiraten“ die Muppets-Show wieder aufleben. Die beiden nörgelnden Alten in ihrer Loge fehlten dabei auch nicht. Miss Piggy flirtete nicht nur mit Kermit dem Frosch, sondern holte sich auch Prinz Karsten I. auf die Bühne.

Der Gesangsbeitrag der Landfrauen wurde ohrenbetäubend gefeiert. Als Witwen freuten sie sich, dass sie wieder zu haben seien. Denn ihr Status sei kein Grund zur Traurigkeit. Alle töteten ihre Ehemänner, jede auf eine andere Art und Weise.

Für eine große Überraschung sorgte Pfarrer Ulrich Franke. Spontan schritt er auf die Bühne und tanzte dort einen Gardetanz. Die Gäste waren aus dem Häuschen. Für ohrenbetäubenden Jubel, Applaus und Zugaberufe sorgte das Männerballett Fanta 12 des VKK. Die jungen Männer erklärten den Handwerksberuf zum Ziel ihrer Träume. Dann wurde es ihnen zu warm und sie ließen ihre Hüllen fallen. Im Anschluss des Programms voller Höhepunkte wurde noch lange getanzt und gefeiert. 

 

Verfasser:

Antje Pflips

1. Pressewartin